Generation All statt Generation Y

Auszug aus dem WirtschaftsWoche-Artikel „Wer den Babyboomern nichts mehr zutraut, verliert“ von Saskia Eversloh mit einem Beitrag von Lysander Weiss, Partner bei Venture Idea und Co-Autor des Buches "Good Job!"


Besonders in Zeiten, in denen die Konjunktur abflacht und Unternehmen händeringend nach Möglichkeiten suchen, die Fixkosten zu senken, gilt die Frühverrentung als probates Mittel in der Krise. Man entledigt sich der alten, der Digitalisierung abgeneigten Generation der Babyboomer und kann sich nach Erholung der Konjunktur wieder voll auf die junge und digitalaffine Generationen Y und Z stürzen.


Vor dem hierbei entstehenden unwiderruflichen Verlust warnen nun viele Berater und Forscher. Denn durch das „Wegsparen“ der ü50 Mitarbeiter, geht ein großer Teil des Erfahrungsschatzes und der Unternehmenskultur verloren. Darüber hinaus ist das Aufwachsen mit Smartphone und anderen digitalen Tools auch kein Garant für eine strategisch-wirtschaftliche Denkweise oder strukturiertes Vorgehen. Berücksichtigt man dann noch die Tatsache, dass es sich bei der GenY und GenZ um geburtenschwache Jahrgänge handelt, ist es nicht verwunderlich, wenn der War for Talents zwangsläufig im Fachkräftemangel endet.


Erst langsam erreicht diese Einsicht auch die Chefetagen großer Konzerne. Und so gibt es noch wenige Unternehmen, die wie beispielsweise Henkel oder der TÜV Rheinland immer mehr auf Diversität der Mitarbeiter und altersübergreifende Lernprogramme setzen. Für langfristigen Erfolg braucht es alle Mitarbeitergenerationen. Denn dass die reine Konzentration auf die Generation Y und nachfolgende gar zu realen Gewinneinbuße führen kann, weiß auch Lysander Weiß, selber Teil der GenY und Partner bei Venture Idea:

„Unsere Forschung zum Buch ‚Good Job!‘ zeigt, dass Unternehmen, in denen die Manager keine Altersvorurteile hegen, signifikant besser abschneiden – Altersdiversität steht damit eindeutig für eine bessere Performance.“


Deshalb setze Venture Idea mit dem Beratungsansatz auf „Generation All statt Y“. „Denn, wer ausschließlich auf den Nachwuchs setzt, läuft bei wieder anziehender Konjunktur Gefahr, nicht genügend Fachkräfte aus diesen geburtenschwachen Jahrgängen rekrutieren zu können. Und dann heißt es wieder: Wir haben Fachkräftemangel.“ Außerdem gelte das Generationenprinzip im Berufsleben als überholt, da letztlich alle Mitarbeitenden altersübergreifend individuelle Bedürfnisse – und auch Fähigkeiten – haben, die sich nicht in Schubladen einsortieren lassen.


Wer mehr über die Entwicklung der Mitarbeiterdiversität erfahren möchte, findet den kompletten Artikel „Wer den Babyboomern nichts mehr zutraut, verliert“ von Saskia Eversloh unter folgendem Link:

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