Hirnforscher und #NWX19 Speaker Gerald Hüther im Interview

Am 07. März ist es wieder so weit, das Soziale Netzwerk XING lädt zur nächsten Ausgabe der New Work Experience in die Elbphilharmonie nach Hamburg ein. Einer der namenhaften Sprecher des Events ist einer der renommiertesten Neurobiologe Deutschland, Gerald Hüthner. Doch noch bevor es auf die Bühne geht, stellt sich der Experte und Autor einigen Fragen zur These „Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung“ von Lysander Weiß, Partner von Venture Idea und Co-Autor des Buches „Good Job!“. Hier gibt es den ersten Vorgeschmack:


Lysander Weiß: Herr Hüther, eine Aussage von Ihnen lautet: „Wir sind Menschen, und wenn wir wollen, können wir uns jederzeit weiterentwickeln”. Sollte diese Erkenntnis nicht selbstverständlich sein? Warum muss dies betont werden?


Gerald Hüthner: Na ja, bis vor wenigen Jahren war ja noch gar nicht bekannt, dass die in unserem Gehirn irgendwann einmal herausgebildeten Nervenzellverknüpfungen zeitlebens überformbar und umbaubar sind. Da geht also immer noch etwas, bis ins hohe Alter. Nicht wenige Führungskräfte und Mitarbeiter in Unternehmen scheinen aber noch immer daran zu glauben, dass es darum geht, einen bestimmten Zustand zu erreichen und zu erhalten. Besitzstandwahrer nenne ich die gern. Die haben keine Lust, noch irgendwelche in ihnen angelegte Möglichkeiten zu entfalten. Wahrscheinlich sind es auch nicht allzu viele, die ernsthaft darüber nachgedacht haben, ob da nicht noch etwas in ihnen schlummert, das noch gar nicht herausgekommen ist. Und es ist wohl auch nur wenigen irgendwann einmal klar geworden, wie sehr sie sich bei dem Versuch zu lernen, wie das Leben geht, angesichts der vorgefundenen Bedingungen in Elternhaus, Schule, Ausbildung und Beruf ohne es gleich zu bemerken verwickelt haben. Wer sich aber einmal hinreichend verwickelt hat, der kann dann auch nichts mehr entfalten. Dazu müsste sich die betreffende Person ja zunächst erst einmal „ent-wickeln“. (Weiter)entwicklung wäre also die schrittweise Auflösung von zuvor entstandenen Verwicklungen. Ist das wirklich allen klar oder gar für alle selbstverständlich?


Warum ist es für viele Menschen so schwer geworden, sich selbständig weiter zu entwickeln? Was ist nötig und was muss sich ändern, damit Weiterentwicklung und die Selbstbestimmung wieder an Wichtigkeit im Alltag gewinnt? Diese und viele weitere spannende Fragen beantwortet Gerald Hüthner im Artikel „Wer die Freude am Entdecken und Gestalten verliert, verliert auch seine Lust am Leben“.


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