‍Mit „Good Job!“ beim Handelsblatt "Festival of Change 2019"

Mit „Good Job!“ Denkmuster der Arbeitswelt durchbrechen

beim Handelsblatt® Festival of Change 2019

Das Marktumfeld wandelt sich schnell, komplex und unvorhersehbar. Immer stärker werden Unternehmen dazu aufgefordert, sich agil an die neue Dynamik anzupassen. Um zum Gestalter zu werden, sind Umdenken, Neudenken und Andersmachen gefragt!


Die notwendigen Impulse dazu gibt es nicht nur in unserem Buch „Good Job!“, sondern insbesondere auch im Austausch mit den Vorreitern von New Work und Change. Daher freuen wir uns, mit „Good Job!“ beim Festival of Change des Handelsblatt am 25. und 26. Juni in Köln als Medienpartner zu Gast zu sein, und möchten auch unsere Community herzlich dazu einladen.

Speaker wie z.B. Günther Pecht von SAP zur Frage „Erfolgreich(er) ohne Chef?“, Sigurd Jaiser vom New Work Vorreiter Sipgate zum Thema „Living SCRUM“, die Xing New Work Award Gewinnerin Katharina Krentz von Bosch zum Thema „Working out Loud“ uvm. verheißen ein spannendes Programm, ergänzt um ein echtes Festival-Programm mit Fuck-up Pitches, Live Musik, Pitching Stage, Chillout-Zone & Co.


Um die Vorfreude etwas zu stillen, haben wir mit drei der Speaker*innen schonmal gesprochen, und erfahren, auf was sich die Besucher des Festivals freuen können.


Anja Syrek
Anja Syrek, Techniker Krankenkasse

„Veränderung ist der neue Normalzustand“

Anja Syrek, Techniker Krankenkasse

Anja Syrek, Agile Coach bei der Techniker Krankenkasse, geht in ihrem Vortrag „Das Experiment @Die Techniker“ der Frage nach, „wie die agile Transition vor dem Hintergrund der digitalen Transformation stattfinden kann“. Schließlich ist es die Aufgabe der erfahrenen Coaching-Spezialistin, aus dem „Digital Office“ heraus die Mitarbeitenden in der „agilen Transition“ zu begleiten. Ihr Rezept: spezifische New Work Experimente, die beispielsweise in den dezentralen Einheiten der Krankenkasse durchgeführt werden, und an denen sich inzwischen ablesen lässt, was für die Reise in die neue Arbeitswelt wichtig ist.

So berichtet sie, warum Agilität auch nicht die Antwort auf alles ist, Veränderung den neuen Status Quo darstellt, und die Einführung von Agilität eher eine Transition denn eine Transformation ist. Die wichtigste Erkenntnis: Der Weg ist das Ziel, denn Veränderung ist der neue Normalzustand!


Anja Zerbin
Anja Zerbin, Postbank

„Wir müssen uns ständig selbst reflektieren und verändern“

Anja Zerbin, Postbank


Ähnliches weiß auch Anja Zerbin, Head of Digital Culture bei der Postbank zu berichten. In ihrem Talk „8 Versuche sind einer zu wenig“ erzählt sie „vom stetigen Versuchen und Scheitern und Versuchen in einer kulturellen Transformation.“

Auch hier wird das Experimentieren groß geschrieben. Dies war nicht immer so, wurde doch am Anfang noch versucht, „Top-Down“ einen klaren Veränderungsprozess zu definieren und als Einheit aus dem Chief Digital Office zu treiben. Doch nach diesem und vielen weiteren (gescheiterten) Versuchen ist jetzt klarer geworden, wie Cultural Change (nicht) funktionieren kann. So weiß Anja Zerbin jetzt zu berichten, warum keine Einheit alleine einen Kulturwandel herbeiführen kann, sondern „Influencer“ im Unternehmen braucht, was zu tun ist, wenn Mitarbeiter scheinbar nicht verstehen, warum Veränderungen notwendig sind, und wie die Elemente Struktur, Kultur und Strategie im Change-Prozess untergebracht werden müssen. Das wichtigste Learning ist dabei die notwendige eigene Reflexionsfähigkeit, die dazu führt, dass auch immer wieder Prozesse und Maßnahmen gekillt werden.


Daniel Stern
Daniel Stern, Dropbox

„Neues Arbeiten findet nicht zum Selbstzweck statt − es soll vielmehr Wachstum, Kreativität und Innovation hervorbringen.“


Wie es bei einem Unternehmen aussieht, was schon in der neuen Arbeitswelt angekommen ist, erläutert hingegen Daniel Stern, Country Manager von Dropbox mit seinem Vortrag „Kollaboration braucht Kontext, kein Workaboutwork“.

Darin geht er auf darauf ein, wie die sogenannte „Workaboutwork“, also die Verwaltung der Arbeit selber, durch bessere Kollaboration verringert werden kann. Durchaus ein wichtiger Faktor, macht diese doch laut McKinsey über 60% der Arbeitszeit aus. Unternehmenswerte und Unternehmenskultur spielen dabei eine bedeutende Rolle, ganz besonders die „Cupcake-Philosophie“ von Dropbox hat einen hohen Stellenwert. Was es damit auf sich hat, und wie Dropbox die Herausforderung von Workaboutwork bei Dropbox löst, verrät er beim Festival of Change. Eine wichtige Hinweise dazu gab er jedoch schon preis: Sich bewusst zu machen, dass Digitalisierung beim Menschen anfängt, und dass neues Arbeiten nicht zum Selbstzweck stattfindet, sondern Wachstum, Kreativität und Innovation hervorbringen soll. Daher ist bei Dropbox jeder aufgerufen, ein hohes Maß an Verantwortung für seinen Arbeitsplatz und seine Arbeitsweise zu übernehmen.


Nach diesen vielversprechend Einblicken in die Themen der Vortragenden des Festival of Change kann eigentlich die Reise nach Köln schon gebucht werden. Doch haben wir natürlich auch die Gelegenheit genutzt, um mit den Speaker*innen noch über einige Thesen aus dem Buch „Good Job!“ zu sprechen, welche deren Relevanz einmal wieder untermauert haben. So beschrieb Daniel Stern zur These „Stoppuhr statt Stechuhr“, dass bei Dropbox sogar ganz genaue Zeitfenster für jedes Team und Projekt gesetzt werden, in denen vereinbarte Ergebnisse erzielt werden müssen. Die These wird hier also durchaus wortwörtlich genommen. Nach dem Motto „done is better than perfect“ (für alle nicht-sicherheitsrelevanten Themen) können diese Zeitfenster und Ergebnisse auch eingehalten werden

Anja Zerbin lebt hingegen in der kulturellen Veränderung vor allem auch die These „Generation All statt Generation Y“ vor. Sie berichtet, wie individuell die verschiedenen Wertesysteme und Prägungen der Menschen sind. Die Lösung: Neue Rahmenbedingungen müssen allen zugänglich gemacht werden, Sinn und Zweck davon jedoch durchaus individuell kommuniziert und erlebt werden.

Anja Syrek von der Techniker Krankenkasse erlebt als agile Coach insbesondere die These „neue Haltung statt neuer Hierarchie“. So beschreibt sie, dass Hierarchie nicht unbedingt wegen der sich ableitenden Organisationsstruktur hinderlich ist, sondern aufgrund der damit implizierten Macht, Kontrolle, etc. Die eigene Haltung zu verändern ist jedoch für viele Führungskräfte eine große Herausforderung. Schlussendlich ist es als Führungskraft ratsam bei sich selbst anzufangen und sich in Selbsterkenntnis und Reflexion zu üben, um authentisch mit den Mitarbeitenden zu kommunizieren und zu arbeiten.


Als Fazit bleibt: Überall wird am „Good Job!“ gearbeitet und wir freuen uns schon auf die Fortsetzung der Diskussionen beim Festival of Change. Alexander Kornelsen schaut vorbei und bringt auch ein paar Bücher und Good Job Sticker mit - verabredet euch gern via @LinkedIN oder Email, oder findet ihn einfach direkt vor Ort. Bis bald in Köln!



Tanken Sie neue Energie und Inspiration für Ihre Veränderungsprozesse auf dem Festival of Change am 25. und 26. Juni in Köln. In lockerer Festival-Atmosphäre stehen Ihnen unterschiedliche Themen-Stages zur Auswahl, zwischen denen Sie frei wechseln können: Tech & Innovation, Agile, Collaboration und Change. Eigene Praxis-Cases können Sie im Barcamp zum Thema „The agile cultural shift – Wie gelingt der Wandel hin zur agilen Organisation?“ in kleinen Gruppen besprechen. Neue, innovative Lösungsanbieter lernen Sie im Transformation Pitch kennen und bei den „We fucked up“-Stories erwarten Sie ehrliche Einblicke zum Scheitern und Wiederaufstehen. Durchbrechen Sie mit uns die Denkmuster der Arbeitswelt und profitieren Sie von neuen Perspektiven und dem wechselseitigen Erfahrungsaustausch.

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