Neue Veröffentlichung im Management Review Quarterly

In Zeiten eines sich wandelnden Geschäftsumfelds müssen Unternehmen ihren Wettbewerbsvorteil ständig erneuern, indem sie dynamische Fähigkeiten aufbauen. Oft versuchen sie dies im Rahmen von Corporate Venturing Aktivitäten und stehen dabei vor der Herausforderung, gleichzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und bestehende zu nutzen.

Gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Dominik Kanbach nahm sich Lysander Weiß nun in ihren Artikel „Toward an integrated framework of corporate venturing for organizational ambidexterity as a dynamic capability“ im Management Review Quarterly von Springer der Problematik an. Die im Management Review Quarterly von Springer erscheinende Untersuchung möglicher Ansätze zur Bewältigung dieses Kunststücks der "organisatorischen Ambidexterität" zeigt ein umfangreiches, aber uneinheitliches Bild. Um diese Bemühungen besser zu integrieren, indem bewertet wird, wie Corporate Venturing in der Literatur mit organisatorischer Ambidexterität verknüpft wird, und um mögliche organisatorische Strukturen zu identifizieren, stützt sich diese systematische Literaturübersicht auf eine Auswahl von 172 Studien.

Auf der Grundlage verschiedener Dimensionen dynamischer Fähigkeiten zeigt die Analyse, dass Corporate Venturing eine rein explorative oder eine ausbeuterische Rolle einnehmen oder beides in Einklang bringen kann, um organisatorische Ambidexterität direkt zu ermöglichen, wobei eine "Trade-off"- bzw. "Paradox"-Denkschule verfolgt wird. Infolgedessen werden in diesem Papier vier verschiedene Formen von Corporate Venturing in einem integrierten Rahmen auf der Grundlage der Fähigkeit und des Ansatzes zur Ermöglichung organisatorischer Ambidexterität identifiziert. Dabei erlaubt die Synthese der untersuchten Studien im vorgeschlagenen Rahmen eine Unterscheidung zwischen nicht direkt ambidextremem separiertem oder integriertem Corporate Venturing und direkt ambidextremem kontextuellem oder vernetztem Corporate Venturing. Als neuartiger Beitrag zu den Bereichen Strategisches Management, Organisatorischer Wandel und Corporate Entrepreneurship schlägt diese integrierte Perspektive eine oft übersehene, potenziell strategischere Rolle für Corporate Venturing bei der strategischen Erneuerung des Wettbewerbsvorteils eines Unternehmens vor und schafft damit die Grundlage für weitere empirische Forschung zu strategischen Corporate-Venturing-Ansätzen für organisatorische Ambidexterität und deren Anwendung in der Praxis.

Hier geht es zum englischsprachigen Artikel.

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