AGILE STRATEGIE

Wie können Wettbewerbsvorteile für zukünftiges profitables Wachstum kontinuierlich erneuert werden?

Die durchschnittliche Lebensdauer von Unternehmen nimmt immer weiter ab. Bei Unternehmen im S&P-500 Index ist sie beispielsweise von mehr als 30 Jahre in den 1970ern auf nunmehr 15-20 Jahre gesunken. Sich im Wettbewerb zu behaupten, wird zunehmend schwieriger. Die ansteigende Geschwindigkeit technologischer Entwicklungen, lokale und globale Abhängigkeiten, Veränderungen und Krisen sowie die Auswirkungen des Klimawandels sorgen für eine Welt, die immer risikoreicher, unbeständiger, unsicherer, komplexer und uneindeutiger wird. Die Sicherung der eigenen Wettbewerbsvorteile und damit der dauerhaften Konkurrenzfähigkeit und des profitablen Wachstums, gehört somit zu den größten Herausforderungen von Managern. Unternehmen im 21. Jahrhundert müssen in der Lage sein ihr Geschäftsmodell und ihre Wettbewerbsvorteile mittels passender strategischer Initiativen kontinuierlich an neue Veränderungen anzupassen.


88 % der Strategieverantwortlichen bestätigen, dass die Durchführung strategischer Initiativen für die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen wichtig oder sehr wichtig ist, doch 50-90% aller strategischen Initiativen scheitern!

The Economist Intelligence Unit, 2013; Candido & Santos, Journal of Management & Organization, 2015


Doch scheitern die meisten strategischen Initiativen zur Erneuerung der Wettbewerbsposition.  Denn klassische Strategieprozesse erfüllen die Anforderungen der zunehmend komplexeren und unsicheren Umwelt heute nicht mehr. Sie laufen typischerweise in aufwändigen 1- bis 5-Jahreszyklen mit jährlicher Budgetplanung ab. Während Unternehmen versuchen, mit agiler Projektorganisation gegenzusteuern, reicht dies nicht aus, um auch strategische Entwicklung zu betreiben. Hier wird zwar agil im System gearbeitet, aber nicht am System. Dies führt zu zahlreichen Managementproblemen wie z.B.:  

  • Zu viele Projekte ohne relevanten Impact
  • Fehlende oder falsche Ressourcen-/Budgetverteilung
  • Verpasste Chancen und Risiken durch fehlende agile Entscheidungsmöglichkeiten


Agile Strategie: Strategisches Denken statt strategischer Planung

"Strategy, as we know it, is dead” behauptet die Management-Vordenkerin Rita McGrath daher in ihrem Buch „The end of competitive advantage“. Tatsächlich ist der Wandel von strategischer Planung zu agilem Strategieprozess überfällig. Überholte Modelle strategischer Planung müssen um neue Strategieansätze erweitert werden, die den Anforderungen der „neuen Welt“ Rechnung tragen. Um heute erfolgreich zu sein, bedarf es eines agilen Strategieprozesses zur kontinuierlichen Entwicklung und Umsetzung neuer Wettbewerbsvorteile.

Bildtitel: Strategieentwicklung über die Jahrzehnte
Quelle: venture.idea


Dies kann nur gelingen, wenn Strategie nicht mehr nur als analytische Planung, sondern als kreative Synthese verstanden wird, welche überall im Unternehmen stattfinden kann.

Strategische Planung wurde ursprünglich entwickelt, um Managern und Mitarbeitenden in Unternehmen einen Schritt-für-Schritt-Plan an die Hand zu geben, um die erdachte Strategie korrekt auszuführen. In dynamischen Umfeldern ist es jedoch weitaus effektiver, die Organisation auf eine Vision oder einen Endpunkt auszurichten - und die möglichen Wege dorthin an der Stelle definieren zu lassen, wo die relevanten Informationen liegen. Das ist der Unterschied zwischen strategischer Planung (Analyse) und strategischem Denken (Synthese) und verbindet agile Bottom-Up Prozesse mit strategischer Top-Down Planung. 

In diesem Rahmen muss sichergestellt werden, dass immer alle relevanten strategischen Optionen vorliegen und priorisiert werden. Da diese mit steigender Komplexität, Geschwindigkeit und Volatilität im Markt nicht mehr nur rein opportunistisch aufgegriffen werden können, benötigt dies Prozesse und Methoden zur systematischen Identifizierung, iterativen Entwicklung und schnellen Validierung strategischer Optionen. Kurz: die Strategieentwicklung muss gleichzeitig agiler und systematischer werden!


Strategischer Rahmen und Prozess zur agilen Strategieentwicklung

Um etablierten Unternehmen eine agile Strategieentwicklung zu ermöglichen, entwickelte venture.idea in langjähriger Praxisarbeit und Forschung die passenden Prozesse und Methoden. Dabei fanden viele erprobte Tools und Methoden aus dem Bereich der Innovation Anwendung - denn viele Innovationsprozesse sind bereits auf den Umgang mit großer Unsicherheit und Volatilität ausgelegt. Und genau in einem solchen dynamischen Umfeld muss heute die Strategiearbeit erfolgen. Diese muss strategische Opportunitäten kontinuierlich und systematisch identifizieren, iterativ entwickeln und effizient validieren. Je nach Organisation kann dieses Portfolio aus dem gesamten Unternehmen heraus, durch Strategie- und Innovationseinheiten, oder auch durch externe Partner gefüllt werden. Ein agiles Steuerungssystem erlaubt es dann, die abgeleiteten Projekte und Initiativen kontinuierlich zu evaluieren, priorisieren und Ressourcen zu allokieren. Auf diese Weise können Unternehmen ihre strategische Ausrichtung kontinuierlich überprüfen und diese agil an den sich verändernden Rahmenbedingungen ausrichten.

 

Bildtitel: Agiler Strategieprozess
Quelle: venture.idea


Venture.idea unterstützt Unternehmen neben dem Aufsetzen des agilen Steuerungssystems auch mit methodischer Begleitung und inhaltlicher Entwicklung einer agilen Strategie mit einem Portfolio relevanter strategischer Opportunitäten für die zukünftige Zielerreichung des Unternehmens.  


„Dank der agilen Portfolio-Strategie bleiben wir auch in einem immer schnellerer und komplexeren Umfeld stets handlungsfähig“
Timo Emmert, Kaufmännischer Leiter / Prokurist E-Commerce, MediaMarktSaturn
Wenn Sie fragen haben oder mehr zu diesem Thema erfahren wollen, lassen Sie uns gerne direkt austauschen:

Lucas Sauberschwarz

Managing Partner
Experte im Bereich
AGILE STRATEGIE